Zum Inhalt springen

Bericht von der 55. Generalversammlung von ELSA-Deutschland e.V. in Passau

Was machen zwölf verschlafene ELSAner an einem Feiertag um 9.00h am Bahnhof in Hamm?

Richtig! Auf den Zug warten.

Die GV in Passau begann für uns denkbar ungünstig, denn die Anreise war nach einer halben Stunde schon wieder vorbei. Wir waren noch nicht einmal richtig losgefahren, da stand der Zug auch schon wieder. Grund dafür war ein „Stellwerkfehler“. Relativ schnell war klar, dass unser geplanter Reiseverlauf so nicht mehr einzuhalten war. Und so durften wir uns, nachdem wir mit einer Stunde Verspätung schließlich Hamm erreichten, erst einmal anderthalb Stunden mit den Schönheiten des Hammer Bahnhofsvorplatzes beschäftigen, bevor die Reise endlich weiter gen Süden ging. So kam es, dass die erste Flasche Münsterror ( unser “Localdrink”) das schöne Passau nur noch entleert erreichte.

Mit zwei Stunden Verspätung kamen wir schließlich ans Ziel und wurden von wunderbar sonnigem Wetter begrüßt.

Nachdem wir unser Lager demonstrativ in der Mitte der Turnhalle – Entschuldigung, des „Sporthotels“ – aufgeschlagen hatten, ließen wir den Abend gemütlich beim Grillen zusammen mit den anderen Fakultätsgruppen und ELSA-Freunden aus ganz Europa ausklingen.

Der Freitag begann – nach einer, wie sich im weiteren Verlauf herausstellen sollte, mit 5 Stunden Schlaf besonders langen Nacht –  mit verschiedenen Stadtführungen und dem Eröffnungsplenum. Nach der Begrüßung und einigen ersten Tagesordnungspunkten ging es schließlich in den Workshops ans „Eingemachte“ und es wurde an der Weiterentwicklung von ELSA gearbeitet.

Abends stand schließlich die erste von zwei Partys an. Unter dem Motto „Venezianischer Maskenball“ wurde bis zum frühen Morgen ausgiebig gefeiert.

Am nächsten Tag stand, trotz wenig Schlaf, leider noch weniger Kaffee und teilweise sicherlich auch brummenden Schädeln wieder die Workshop-Arbeit auf dem Programm. Nachmittags fand dann – so sollte man meinen – der Höhepunkt der GV mit den Wahlen für den neuen Bundesvorstand statt.

Nachdem sich die vier Kandidaten selbst vorgestellt hatten und sich mehr oder weniger ausführlichen Fragerunden stellen mussten, wurde gewählt.

Die Verkündung des Ergebnisses war vor allem beim Amt des Präsidenten höchst spannend. Ferdinand Hnatkow wurde schließlich mit 108 „Ja“-Stimmen und 104 „Nein“-Stimmen mit einer denkbar knappen Mehrheit gewählt. Natürlich war die Freude groß, auch weil die anderen drei Kandidaten – als Vizepräsidentin Alisa Obert, als neuer Bundesvorstand für Finanzen Felix Meyer und als neuer Bundesvorstand für AA Gertrud Bohler – ebenfalls gewählt wurden.

Der Tag endete dann mit einer zweiten Party in der Passauer Innenstadt. Motto war diesmal „Kindheitshelden“. ELSA Münster zeigte sich dort zusammen im „Rotkäppchen“-Stil, das heißt verkleidet als Rotkäppchen, Böser Wolf, oder ganz besonders schön unser Vorstand für Human Resources, Alexander Löer, als Großmutter!

Für den letzten Tag stand wieder Plenums-Arbeit auf dem Programm. Neben der Beratung über verschiedene Änderungsanträge zur Satzung stand auch die Wahl des Ausrichters der nächsten Sommer-GV auf dem Programm. Doch es sollte anders kommen als gedacht.

Bereits nach der Mittagspause kursierten Gerüchte, dass es Neuwahlen geben solle. Wenig später stand dann auch offiziell fest, dass es bei der Stimmauszählung der Wahl am Vortag offenbar Fehler gegeben hatte. Nach einer langen Diskussion im Plenum stand schließlich fest, dass der Vorstand neu gewählt werden musste.

Diese Neuwahl bekam der größte Teil von uns aber gar nicht mehr mit, da wir uns bereits mit dem letzten Zug auf dem Weg nach Münster befanden. Lediglich Birge (Präsidentin) und Franziska (Vizepräsidentin) hielten für ELSA Münster die Stellung  – Mit der Konsequenz, dass sie erst am nächsten Morgen, nach einem abenteuerlichen Roadtrip mit ELSA Düsseldorf, wieder in Münster ankamen.

Noch immer wird diskutiert, ob die Neuwahlen rechtmäßig waren und Ferdinand Hnatkow somit legitimierter Präsident von ELSA-Deutschland e.V. ist, oder ob eine außerordentliche Generalversammlung einberufen werden muss.

Eins steht jedoch fest: spannend war es auf jeden Fall auf meinem ersten- und ganz sicher nicht  letzten nationalen ELSA-Treffen!

von Jan Schillmöller

ELSA-Mitglied, erstes Semester